Mehrheit in Bürgerversammlung Historischer Brandweiher soll mit Wasserzufluss erhalten bleiben
HOFHEIM. Ortsvorsteher Armin Thaler nahm von den über 40 Teilnehmern der Bürgerversammlung mehrheitlich zur Kenntnis, dass sie sich so für den Erhalt des historischen Brandweihers in der Kassernstraße ausgesprochen hatten, wie er daliegt. Mit Zufluss von Wasser in ihn. Dieses Mehrheitsvotum wird im Ortsbeirat Hofheim-Marxheim Auswirkung haben.

enn er wird damit dem Magistrat antworten, wie sich Marxheim die Zukunft seines historischen Brandweihers vorstellt. Die Stadt hatte dazu in ihrer Anfrage an den Ortsbeirat selbst drei Vorschläge gemacht: Erhalt wie er ist, Abdeckung drüber oder Entleerung mit Auffüllung bis zum Mauerrand.
Dazu herrschte rund eine Stunde rege Beteiligung. Thaler hatte zum Thema „Die Zukunft des historischen Brandweihers in der Kassernstraße“ eingeladen. Die bildhafte Präsentation des Weihers erwies sich als hilfreich, weil nur die Umrandungsmauer des Weihers unter Denkmalschutz steht. Die Frage nach Kosten und etwaiger Umlegung wurde anfangs auch gestellt. Die Maßnahmen um den Weiher sind aber nicht umlagefähig.
Stadtältester Dr. Willi Steckelberg äußert sich ebenfalls zugunsten des Weihererhalts und fundiert zu dem Wasser dort, das auch die Wiesen unterspüle. Es gelte, mit Weiher und Wiesen die Natur zu erhalten, auch die seltenen Vogelarten. Bernd Gnida, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte in Marxheim, sprach sich ebenfalls für den Erhalt  des Weihers aus. Er äußerte auch einen Vorschlag von seichter Auffüllung des Weihers mit Steinen oder Kies sowie Wasser, um die Sturzhöhe vom Rand her niedrig zu halten. Dadurch könne vielleicht der Schutzzaun auf der Umrandung abgebaut werden. Ein anderer Vorschlag aus der Bürgerschaft war, mit Erhalt des Weihers dort auch einen „Ort der Begegnung“ in Marxheim zu schaffen.
Brigitte Richter-Undeutsch ging mit der Wahrnehmung des Weihers zunächst kritisch um: „Die Leute gehen am Weiher ohne Aufmerksamkeit für ihn vorbei“, hat sie beobachtet. Könne ein „nachhaltiges Konzept“ ihn im Bewusstsein der Bürgerschaft anheben? Etwa eine attraktive
Innenraumgestaltung und eine Infotafel dazu? „Wir müssen ihn schützen und so erhalten. Solch ein überliefertes Bauwerk gibt es weithin nicht mehr.“
Ingrid Nörpel schaute auf Weiher mit Wasser und Natur und riet zu Erhalt des Ganzen im Gegensatz zu gegenwärtigen Aktivitäten ums „Zubauen im Ort“. Mit ihrem abschließenden „Weiher bleibt Weiher“, bereitete sie die Abstimmung zum Erhalt mit vor. RE