„Wir hatten gar nicht mit einem so großen Interesse gerechnet. Im Main-Taunus-Kreis haben sich in den acht teilnehmenden Kommunen weit über 1.000 Menschen angemeldet. In Bad Soden gab es die meisten, nämlich 150 Anmeldungen“, erklärte Cornelia Wienen vom Straßenverkehrsamt Nahmobilität beim MTK.  Die Aktion der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen stellt landesweit 160 Pedelecs, E-Bikes und Lastenräder teilnehmenden Kommunen zur Verfügung. „In Bad Soden haben wir 20 Pedelecs, drei S-Pedelecs und sieben Lastenräder in drei Ausführungen im Angebot“, erläuterte Wienen.


Helmut Witt, Cornelia Wienen, in der Mitte Stefan Trauth und interessierte Bürger. (v.l.n.r.)

Zwei Wochen dauert der Probebetrieb. Die Radfahrer sollen anschließend eine kleine Beurteilung schreiben und per E-Mail einschicken. „Natürlich hätten wir gerne gewusst, wie sich das Fahrverhalten mit den elektrisch angetriebenen Rädern verändert hat“, bemerkte Wienen. Sie teilte  an alle Registrierten große Briefumschläge mit Informationen zu den Rädern, Radkarten und Servicematerial aus.
Die Bürger, die sich vormerken ließen, können nach dem Ausfüllen eines entsprechenden Formulars sofort starten. Die meisten haben ihren eigenen Fahrradhelm mitgebracht, könnten jedoch auch  einen Helm ausleihen. 50 Euro Pfand kostet es pro Rad. Die Räder sind codiert und versichert. Um den Service kümmert sich Stefan Trauth vom mobilen Fahrradhändler Goyago, dem Projektpartner. Er erklärte auch, was man bei den Rädern, die bis zu 25 Stundenkilometer schnell fahren – die S-Pedelecs sogar bis  45 Kilometer pro Stunde – beachten muss. Bei den schnellen Bikes ist ein Führerschein, der im Führerschein der Klasse B enthalten ist, erforderlich.
Bad Soden ist die E-Bike-Basis, dorthin kommen auch Interessierte aus Schwalbach, Sulzbach und Liederbach. Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt (im Foto links) schaute sich die Aktion mit an:
„Das Angebot kann für die Teilnehmer der Beginn einer neuen, umweltfreundlicheren und gesünderen Mobilität werden“, sagte er. Denn Ziel sei schon ein dauerhafter Umstieg auf das Rad – gerade bei kurzen Entfernungen. Wer sich für E-Bikes interessiert, muss beim Fachhändler ab 2.880 Euro anlegen. Lastenräder können mit bis zu 5.000 Euro zu Buche schlagen. Aber damit kann man dann auch beispielsweise vier kleine Kinder befördern. „Wenn die Aktion so erfolgreich läuft, wie die Anmeldungen vermuten lassen, wird sie möglicherweise 2020 wiederholt“, deutete Cornelia Wienen an.      
JF