Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt übrigens, dass Gemeinden für diesen Fundtier-Service pro Jahr einen Euro pro Einwohner an die Tierheime bezahlen. „So viel bezahlen unsere Gemeinden noch nicht alle, aber wir hoffen, dass das bald der Fall sein wird“, gibt sich Agnes Haßler positiv. Die Geschichten hinter den Fundtieren sind sehr unterschiedlich. Am meisten freut es die Tierheimmitarbeiter natürlich, wenn es sich einfach um entlaufene Tiere handelt, die schnell von ihren Besitzern wieder abgeholt werden. „Es ist so wichtig, dass Hunde- und Katzenbesitzer ihre Lieblinge mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen und die Tiere dann entweder bei TASSO oder Findefix registrieren. Jedes Fundtier wird bei uns erst einmal gescannt um zu sehen, ob es gechipt ist. Wenn ja, und der Besitzer hat es auch registriert, dann geht die Wiedervereinigung wirklich sehr schnell“, erklärt die Vereinsvorsitzende.  Leider kommt es aber oft vor, dass ein Tier nicht von seinem Besitzer abgeholt wird. „Manchmal ist es schon sehr verwunderlich, wenn eine sehr liebe, schmusige, gesunde Katze bei uns landet und sich niemand meldet. Dann fragt man sich leider schon, ob das Tier nicht doch ausgesetzt wurde“, sagt Agnes Haßler.  Ein solches Beispiel ist die hübsche Siam-Seal-Point-Katze, die von den Tierheimmitarbeitern Sarah getauft wurde.
Die blauäugige Schönheit wurde am 21. Januar in Bad Soden gefunden und im Tierheim abgegeben. Sie hatte keine Tätowierung und keinen Mikrochip. Sie ist allerdings sehr lieb und hat offensichtlich mit Menschen zusammen gewohnt. Bis heute hat sich niemand gemeldet.
„Wir veröffentlichen die Bilder von Fundtieren auf unserer Webseite, wir melden die Fundtiere dem zuständigen Ordnungsamt, und wir fragen bei TASSO und Findefix nach. Einige lokale Zeitungen veröffentlichen sogar kostenfrei Informationen über unsere Fundtiere. Mehr können wir nicht machen“, so Agnes Haßler.
Tierfreunde können das Tierheim durch eine Spende auf das Konto DE95 5019 0000 0000 1638 05 bei der Frankfurter Volksbank unterstützen.